Gemeinsam für das Schönwolder Moor – mit Muskelkraft für den Moorschutz


Veröffentlicht am 02.11.2026
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Gemeinsam anpacken für den Naturschutz: Bei einer Entbuschungsaktion im Schönwolder Moor sind der Stiftungsvorstand, Mitglieder des Fördervereins Biosphäre Schaalsee, Ranger des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe und Vertreter der Jagdgenossenschaft Krembz dem aufkommenden Birkenaufwuchs zu Leibe gerückt.

Am Samstag, dem 31. Oktober 2026, wurde im Schönwolder Moor wieder einmal ganz praktisch Naturschutz betrieben. Der Stiftungsvorstand, Mitglieder des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e.V., Ranger des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe sowie zwei Vertreter der Jagdgenossenschaft Krembz trafen sich zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz, um aufkommende Birken von der Hochmoorfläche zu entfernen.

Während die Ranger mit Elektrosägen die jungen Birken abschnitten, war für die übrigen Helferinnen und Helfer Muskelkraft gefragt: Äste und Zweige mussten eingesammelt und vom empfindlichen Moorkörper weggetragen werden. Eine schweißtreibende Arbeit, bei der alle kräftig mit anpackten.

Warum müssen Birken aus dem Moor entfernt werden?

Was auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich erscheint: Schließlich sind Birken heimische Bäume und gehören zu unserer Landschaft. Doch in einem Hochmoor können sie zum Problem werden.

Ein Moor lebt vom Wasser. Intakte Hochmoore werden fast ausschließlich durch Regenwasser gespeist und benötigen dauerhaft nasse Bedingungen. In der Renaturierungsphase soll sich dieser natürliche Wasserhaushalt nach und nach wieder einstellen.

Wo sich jedoch zahlreiche junge Birken ausbreiten, können sie dem Moor zusätzlich Wasser entziehen. Über ihre Wurzeln nehmen die Bäume Wasser auf und geben es über ihre Blätter wieder an die Atmosphäre ab. Gleichzeitig beschatten sie die offene Moorfläche und können dadurch typische, lichtliebende Moorpflanzen verdrängen.

Dazu gehören beispielsweise Torfmoose, die für die Entwicklung und den Erhalt eines Hochmoores von entscheidender Bedeutung sind. Sie können große Mengen Wasser speichern und tragen dazu bei, dass sich langfristig wieder Torf bilden kann.

Die regelmäßige Entbuschung hilft deshalb, die offenen Moorbereiche zu erhalten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich die typische Hochmoorvegetation wieder ausbreiten kann.

Gemeinsam für die Zukunft des Moores

Die Stiftung Biosphäre Schaalsee hat sich über mehrere Jahre intensiv für die Renaturierung des Schönwolder Moores eingesetzt. Gemeinsam mit dem Biosphärenreservatsamt wurden wichtige Voraussetzungen geschaffen, damit sich das Moor langfristig wieder naturnah entwickeln kann.

Die Entbuschungsaktion hat einmal mehr gezeigt, dass erfolgreicher Naturschutz nicht nur Planung, Fachwissen und finanzielle Unterstützung braucht, sondern auch Menschen, die bereit sind, selbst Hand anzulegen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern des Fördervereins Biosphäre Schaalsee, den Rangern des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe für ihre fachliche Unterstützung und den beiden Vertretern der Jagdgenossenschaft Krembz für ihre tatkräftige Mithilfe. Gemeinsam haben wir an diesem Vormittag einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Schönwolder Moores geleistet.

Und als hätte es jemand bestellt, gab es während unseres Arbeitseinsatzes noch einen ganz besonderen Moment: Kraniche zogen über das Moor hinweg. Ein schöner Gruß aus der Natur und eine Erinnerung daran, wofür sich unser gemeinsamer Einsatz lohnt.