Viele Kranichbrutplätze in der Schaalseeregion liegen trocken

Nach dem wettermäßig ausgefallenen Winter, in dem es wieder mehr Kranichen gefiel, den Winter hier bei uns zu verbringen, als den Zug nach Spanien auf sich zu nehmen, stellt sich doch sehr früh der erste Frühling ein. In vielen Kranichrevieren konnten wir schon Anfang Februar balzende Kranichpaare beobachten. Das gab Hoffnung für ein gutes „Kranichjahr“. Leider fehlte in der Folge ausreichend Niederschlag. Zusammen mit dem stark gesunkenen Grundwasserspiegel in Folge des letzten, sehr  trockenen Sommers ist leider zu verzeichnen, dass viele Kranichbrutplätze trocken liegen und somit derzeit nicht für eine Brut geeignet sind. Das ist auch in der Landschaft zu bemerken, da immer noch sehr viele Brutpaare zu zweit auf den Nahrungsflächen stehen anstatt zu brüten. Daran wird sich mit fortschreitender Jahreszeit und anhaltendem Niederschlagsdefizit wohl auch nichts ändern. In einer Monitoringfläche zur Erfassung von Kranichbruten am Rande der Biosphärenreservates Schaalsee fehlen in diesem Jahr etwa 50% der Bruten – offensichtlich durch Trockenheit. Im Herbst wird sich das dann wohl in fehlenden Jungenzahlen zeigen. Bleibt zu hoffen, dass sich das Niederschlagsdefizit in diesem Jahr verringert und in der kommenden Brutperiode wieder bessere Bedingungen bestehen.

Autor: Reiner Schmahl, Ornithologe

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Der „Kranich-Schutz am Schaalsee“ ist eine Initiative der Stiftung Biosphäre Schaalsee mit Sitz in Zarrentin am Schaalsee.

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