Erfolge

Dank Ihrer Hilfe

© Christoph Völzer

Tessiner Moor

Eines der kostbaren Biotope für bedrohte Tier- und Pflanzenarten: das 55 Hektar umfassende Tessiner Moor im südlichen Teil des UNESCO-Biosphärenreservates Schaalsee. Weite Teile konnten mit Stiftungsgeldern unter Schutz genommen werden.

2006 wurden mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag der Stiftung Biosphäre Schaalsee die Entwässerungsrohre im Moor höher gelegt. Im südlichen Abzugsgraben wurde ein Stau eingerichtet. Details dazu finden Sie im Konzept zur Renaturierung des Tessiner Moores.

Das Biosphärenreservatsamt legte gemeinsam mit den Nutzern der umgebenden landwirtschaftlichen Flächen Stauhöhen fest, die weiterhin eine uneingeschränkte Bewirtschaftung gewährleisten. Wieder eine Situation, in der sich die intensive Kooperation der Stiftung mit der Verwaltung für alle auszahlte.

Viele Spender haben das Projekt unterstützt. Dafür herzlichen Dank! Insgesamt sind es 17 Hektar, die durch die Stiftung Biosphäre Schaalsee nun dauerhaft geschützt sind.

Das Tessiner Moor wird damit vor menschlichen Eingriffen weitestgehend bewahrt. Vier bis fünf Kranichbrutpaare haben das schon bemerkt und diesen Moorbereich zu ihrem Lebensraum erklärt. Hoffentlich folgen ihnen weitere. Damit das gelingen kann, müssen wir Erfolgskontrollen und Wasserstandsmessungen durchführen, weitere notwendige moortypische Bepflanzungen vornehmen und Grundstückskosten bestreiten. Werden Sie aktiv!

Fakten zum Projekt

  • 17 Hektar durch die Stiftung Biosphäre Schaalsee gesichert
  • Maßnahmen mit Nutzern umliegender Flächen abgestimmt
  • Seit 2008 wieder gesichertes Kranichbrutrevier
  • Weitere Schritte: Langjährige Erfolgskontrolle durch Ranger

© Christoph Völzer

Neuendorfer Moor

Das 115 Hektar große Neuendorfer Moor ist eines der wichtigsten Regenmoore in der Region. Es liegt im Osten des UNESCO-Biosphärenreservates. Bis 1970 spielte hier der Torfabbau eine große Rolle. Nach Abschluss umfangreicher Untersuchungen und dem frühzeitigen Einbezug der betroffenen Landnutzer und –eigentümer durch die Biosphärenrservatsverwaltung wurde eine aufwendige Renaturierung eingeleitet.

Zunächst kaufte unsere Stiftung von privaten und öffentlichen Eigentümern Moor- und angrenzende Pufferflächen. Wir konnten  mit Hilfe von Spenden und Ausgleichgeldern 101,4 Hektar sicherstellen.

Baufirmen legten im Auftrag der Stiftung Biosphäre Schaalsee einen 1.560 m langen Bypass um das Moor. So soll verhindert werden, dass Dünger bzw. nährstoffhaltiges Wasser von den umliegenden Ackerflächen zufließen. Außerdem schlossen sie die künstlichen Abflüsse im Moor. So konnte der Wasserstand bis zu 30 cm angehoben werden. Details finden Sie im Kurzbericht zur Renaturierung des Neuendorfer Moores vom Ingenieurbüro biota. Bereits weitere zwei Kranichbrutpaare sind in dem Moor heimisch.

Fakten zum Projekt

  • 101,4 Hektar von 115 bereits gesichert
  • Maßnahmen mit Nutzern umliegender Flächen abgestimmt
  • Zwei weitere Kranichpaare sind eingezogen
  • Weitere Schritte: wissenschaftliche Untersuchung zur Erfolgskontrolle

© Volker Bohlmann

Kuhlrader Moor

Das 75 Hektar große Kuhlrader Moor befindet sich im nördlichen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Schaalsee. Hier haben jetzt drei Kranichpaare ihre Brutplätze. Aber auch seltene Lurchen-, Insekten- und Spinnenarten fühlen sich hier zuhause. Eine Idylle? Leider war das nicht immer so.

Der Zustand des Moores war laut Gutachten des Ingenieurbüros biota aus Bützow in einem traurigen Zustand. Bis 1918 wurde es stark ausgetorft und bis 1949 beweidet. Die nach der Nutzung anhaltende Entwässerung des Moores aufgrund der künstlich angelegten Gräben führte immer mehr zur Verbuschung, Bewaldung und damit zur Austrocknung. Dadurch waren auch die Kranichbrutplätze in Gefahr, denn Kraniche brauchen zum Brüten knietiefes Wasser. Zudem störten Nährstoffe aus der umliegenden Landwirtschaft das natürliche Gleichgewicht des Moores.

Zusammen mit der Biosphärenreservatsverwaltung beauftragte unsere Stiftung eine Firma und ließ eine Überlaufschwelle am Ablauf des Kuhlrader Moores bauen, damit das Wasser länger im Moor gehalten und die Nährstoffkonzentration verringert wird. Zum anderen wurden alte Dränageleitungen entfernt.

Langfristig wird sich so eine niedermoortypische Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Die Bautätigkeiten betrugen 28.500,- EUR und wurden von der EU, der Landesregierung M-V und Spenden finanziert. Die Flächen im Kuhlrader Moor sind im Eigentum des Zweckverbands „Schaalsee-Landschaft“ mit dem die Stiftung kooperiert.

Fakten zum Projekt

  • Renaturierungsmaßnahmen abgeschlossen
  • Flächen gehören Zweckverband „Schaalsee-Landschaft“
  • Lebensraum für ein weiteres Kranichpaar geschaffen
  • Weitere Schritte: Überwachung der Entwicklung des Moores (Monitoring)
  • Erkenntnisweitergabe für weitere Renaturierungsmaßnahmen

© Christoph Völzer

Woitendorfer Wald

Der Woitendorfer Wald ist ein großes zusammenhängendes Waldgebiet. Es liegt in der sonst recht waldarmen Landschaft im nördlichen Teil des UNESCO-Biosphärenreservates Schaalsee.

Mit seinen vielen Kleingewässern übernimmt der Wald nicht nur wichtige Speicherfunktionen für das benachbarte Woitendorfer Moor und den Röggeliner See. Vielmehr ist er auch ein ideales Kranichbrutrevier. Sie können hier im knietiefen Wasser ihre Nester geschützt vor Feinden bauen. Diese Kleingewässer drohten immer mehr trocken zu fallen. Die Stiftung Biosphäre Schaalsee hat dabei geholfen, dies zu verhindern. Bereits im 19. Jahrhundert angelegte Entwässerungsgräben, die den Tümpeln das Wasser entzogen wurden geschlossen. Um eine bessere Wasserrückhaltung im Wald zu erreichen, wurde der zentrale Graben an mehreren Stellen angestaut. Unsere Stiftung beauftragte mit fachlicher Unterstützung durch das Biosphärenreservatsamt diese Anstaumaßnahmen im Wert von 59.500,- €. Etwa 1,25 Hektar Buchenwald war durch den Anstau in seinem Bestand gemindert. Er wurde an anderer Stelle wieder aufgeforstet. Die Kosten dafür betrugen 8.750,- €. Die Gesamtkosten wurden durch die EU, die Landesregierung M-V und Spenden finanziert.

Fakten zum Projekt

  • Entwässerungsgräben aus dem 19. Jahrhundert geschlossen
  • Zentraler Graben angestaut
  • Wald bekommt Kleingewässer zurück
  • Ideales Kranichbrutrevier

© Volker Bohlmann

Roggendorfer Moor

Der Südteil des Moores ist von Grünland umgeben. Auf diesem Grünland befinden sich landwirtschaftliche Gräben, die zu einer starken Entwässerung des Niedermoorstandorts führten. In der Folge sank der Wasserpegel im Moor, große Bereiche wurden zum Beispiel als Brutraum für Kraniche unbrauchbar.

Darüber hinaus musste das Roggendorfer Niedermoor seit Jahrzehnten die Einleitung düngerhaltigen Oberflächenwassers von benachbarten landwirtschaftlichen Flächen verkraften. Auch das blieb nicht ohne ernste Folgen. So ist etwa der Lebensraum ohnehin gefährdeter Libellenarten wie der Großen und Kleinen Moosjungfer zunehmend bedroht. Damit besteht die Gefahr, dass solche Arten ganz aus dem Moor verschwinden.

Doch es gibt Hoffnung. Über drei Jahre hinweg wurden durch die Biosphärenreservatsverwaltung Abflussgräben geschlossen, um zunächst einmal den Wasserspiegel wieder auf ein natürliches Maß anzuheben. Weitere Maßnahmen folgten, um auch die deutlich erhöhte Nährstoffzufuhr zu reduzieren. Im Auftrag unserer Stiftung baute eine Firma Drainagen zurück und verschloss einige Gräben. Durch eine punktuelle Aufweitung und Vertiefung der verschlossenen Gräben entstanden vier Kleingewässer auf dem vorgelagerten Grünland.

Damit verbessert sich der Lebensraum von Kranichen, aber auch von Amphibien wie der Rotbauchunke oder dem Moorfrosch sowie dem Weißstorch, der in dem nahegelegenen Klein Salitz seinen Horst hat.

Unterstützen Sie uns, damit wir zusammen mit dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe die dringenden Maßnahmen weiter durchführen können! Helfen kann so einfach sein! Die Spende kommt direkt dem Projekt zu Gute.

Fakten zum Projekt

  • Schließung von Gräben am Moorrand, die zur Absenkung des Pegels führen
  • Angleichung des Wasserpegels an Normalzustand
  • Ausgleich der übermäßigen Nährstoffzufuhr aus landwirtschaftlichen Nutzflächen

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Schon mit einem kleinen Betrag retten Sie Lebensraum für Kraniche.